Das Zunfthaus "Zur Haue"

«d'Haue» ein Zentrum zünftigen Lebens.

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Bereits im 13. Jahrhundert trieben die Salzleute in der Gegend rund um die Marktgasse ihren Handel. Um 1442 kam das ursprüngliche «Wetzwilerhaus» am Limmatquai in den Besitz der Salzleute. Diese gaben ihm das Emblem des Bergbaus, eine Haue (Houw, Salzhouw), und nannten es fortan «Haus zur Haue». Zu jener Zeit war auch die Grempler-Zunft in diesem Haus sesshaft und hatte hier ihre Trinkstube. 1487 erwarben die Grempler unter ihrem Zunftmeister Hans Waldmann das «Kürschnerhaus zum Kämeltier» am Münsterhof, von wo der heutige Name «Zunft zum Kämbel» stammt.


In den weiteren Jahrhunderten wechselte das Haus mit dem markanten Erker viele Male den Besitzer und auch seine Fassade. Rund 200 Jahre gehörte es der Familie Hirzel. Aus jener Zeit stammt auch der Hirsch, deren Wappentier, der noch heute auf der Zinne des Hauses thront.

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Dank eines glücklichen Zufalls konnte das Haus zur Haue 1956 von einem Kämbel-Zünfter gekauft werden. Nur wenige Wochen später wurde dieses dann in den Besitz der neu gegründeten Gesellschaft zum Kämbel in der Haue überführt. So kehrte die Zunft zum Kämbel, rund 500 Jahre nachdem sie hier ihre Trinkstube hatte, wieder in das Haus am Limmatquai zurück. 1970 wurde der Zunftsaal eingebaut, 1980 die Gaststube im Erdgeschoss. Nach einer sanften Auffrischung lädt diese als gemütliche Weinstube heute wieder zum Geniessen und Verweilen ein.